SV Kloster Lehnin e.V. - Sektion Rudern

Sektion Rudern

21.04.2017

Mit der "Robert Schumann" unterwegs


10 Ruderer vom SVKL Lehnin, SC Magdeburg, RG Grünau Berlin und RV Flecken Zechlin trafen sich in diesem Jahr zum mittlerweile 3ten "Schiffsostern" auf den Havel Gewässern um Fürstenberg/Havel. D.h. wir folgten dem Ruf unseres Skippers Karsten, der mal wieder ein Schiff gechartert hat. Wer Interesse an dem Bericht von Mona hat.....
Kategorie: Rudern
Erstellt von: ruderbernd

Gründonnerstag

Treff in der Gaststätte zur Linde in Fürstenberg/Havel zu einem ausgiebigen Abendbrot. Diese Gaststätte ist sehr empfehlenswert. Wer mal in Fürstenberg ist, nix wie hin da! Nach dem leckeren Abendessen, ein wenig "klugscheissen" und alten Geschichten erzählen ging es gegen 21.30 Uhr zu unserem Nachtquartier, der "Robert Schumann". Ein Schiff des Typs Tarpon 42 mit 10 Schlafplätzen aufgeteilt in Backbord am Heck 2 Doppelkabinen, Steuerbord im Heck einer 3 Bett Kabine und im Bug war auch noch eine 3 Bettkabine. Die Kabinen wurde ausgelost. Die Lehniner Ruderer hatten das grpoße Losglück und durften beide Doppelkabinen beziehen. Also noch schnell Betten beziehen und dann in der Pantry noch ein wenig Willkommen feiern. Gegen 23.00 Uhr wurden wir dann aber doch müde. Bis auf Böhli, den hatte es schon vorher dahin gerafft und er hat schon mal etwas in der Couchecke "vorgeschlafen".

 

Karfreitag

Gegen 08.00 Uhr sind alle gut gelaunt aus den Betten gekrabbelt. Karsten hat frische Brötchen zum Frühstück organisiert. Alle Blicke gingen gen Himmel ob wir denn irgendwo die Sonne entdecken würden. Aber erst mal war von Klärchen nichts zu entdecken. Unsere tolle Bordkaffeemaschine war nicht die allerschnellste. Die brauchte für 10 kleine Tässchen Kaffe nur 45 Minuten. Somit war türkisch gebrühter Kaffe der Renner. Nach einem reichlichen, leckeren Frühstück hieß es dann den Otto abladen und ins Wasser werfen. Schließlich sind wir ja als Ruderer unterwegs und somit sollte der Otto nicht nur hinten dran baumeln. Die erste Karfreitagsbesatzung war ein Frauendreier mit Mona, Heike, Ines an den Quirlen und Brigitte am Steuer. Mit einem guten Scheibewind ging es über die Havel und die Seen bis zur Schleuse Bredereiche. Dort wurde der Grill angeworfen und eine Mittagspause eingelegt. Das Mittagsgrillerchen war so lecker und reichlich das die Herren, die ja nach dem Mittag rudern wollten, sich entschieden das Rudern auf den nächsten Tag zu verschieben :) Somit durfte der Otto bis Mildenberg am Heck der "Robert Schuhmann" hinterher schwimmen. Im "Alten Hafen" Mildenberg wurde wir erst mal beim Anlegen von superschlauen "Profi Leihbootfahrern" belehrt das unser 4,13 Meter breites Schiff nicht in die 4,50 Breite Lücke passt. Wir bewiesen denen aber das Gegenteil. Wenn man will und kann dann bekommt man so ein Schiff da auch rein gezirkelt. Das habe ich mittlerweile dank der guten Lehre bei unserem Captain Karsten gelernt. Abends gingen wir dann in der Hafengaststätte essen, wobei von der ganzen Völlerei, Mittag gegen 14.00 Uhr, Kaffee um 16.00 Uhr mit reichlich leckerem Kuchen ohne viel Bewegung (bis auf die Damen), kaum ein richtiger Hunger vorhanden war. Es wurden fast nur Kleinigkeiten/Vorspeisen bestellt. Anschließend hieß es "Extrem Boatríng" an Board unseres Schiffes. Gegen 23.00 Uhr sah Wolfgang eine Maus (Schlafmangel oder Dilirium lies sich nicht feststellen). Allerdings fing es keine Maus sonden sich fast eine von Mona, die hatte schon seelig in ihrer Koje geschlafen. Es wurden noch ein paar Lagen auf die Schnapszahlen 44 33 und 22 genommen und dann hieß es wieder ab in dei Heia

 

Samstag

Hurra, es regnet! Eigentlich sind ja die Männer dran mit rudern, aber .... der arme Otto wird wohl wieder hinten dran gebammelt werden. Nun gingen aber einige erst mal noch im Marina-Shop zu Extrem Shopping. Mona und ich holten Zahncreme. Ines wollte Schuhe, die gab es aber nicht, Wolfgang organisierte Duschmartken für 1,50 das Stück. Die wurden aus der Fahrtenkasse finanziert, wir hatten vom letzten Jahr noch einen Überschuss. Zum Zweitkäffchen gab es Diskussionen über Eintopf oder Grill zum Mittag und draussen regnete es immer noch. Wir werden abwarten. Plötzlich dann Blitzstart ohne Otto zum Tagesausflug gen Wentow See. Wir haben beschlossen noch eine Nacht in der Marina "Alter Hafen" zu bleiben, kommen also Abends wieder zurück an unseren Liegeplatz. An der Schleuse zum Wentow Kanal machte Karsten große Augen. Eine "Perle" der Frauenwelt schleuste uns, begleitet von intelligent wohlgemeinten Ratschlägen. Auf dem Wentow See, den wir im strömenden Regen befuhren (mit defektem Scheibenwischer und beschlagenen Scheiben) legten wir uns dann vor Anker auf Reede zur Mittagspause mit Kartoffel-weiße Bohnen-Suppe mit Bocki. Es kam fast noch die Sonne raus, auf alle Fälle hörte es auf zu regnen. Die Rücktour über den See war zwar windig aber man konnte auch was sehen, vor allem freute sich Karsten auf das Wiedersehen mit der "Perle". Ob am heutigen Tag noch gerudert werden sollte bleibt aber weiterhin offen. Das Wetter wurde jedenfalls zusehends besser. Als wir gegen 16.00 Uhr wieder im "Alten Hafen" in unserer viel zu engen Parklücke anlegten gab es an stelle von Kaffe und Kuchen nur hektisches Treiben. Es fand sich doch noch eine Besatzung für den Otto, der dann noch bis nach Zehdenick und zurück ruderte. Der Rest ging "Autos gucken" auf einem Tuningtreffen das auf dem Gelände des Ziegeleiparks statt fand. es war zwar sonig aber recht kalt und zwischendurch gab es immer wieder eine Husche. Deswegen war auch der Plan Grillen am Abend nicht zu halten. Wir zigen also wieder in die Hafenkneipe. Diesmal aber richtig essen! Nach dem Essen noch auf dem Schiff ein bischen den Abend geniessen.

- Thomas hat Monas Brille auf: Ich kann damit zwar nichts sehen, aber prima Klugscheissen

- Brigitte hadert mit ihrem Magen oder so, aber Malteser bringt alles wieder ins Lot und sie braucht den "Fischeimer mit Leine" doch nicht.

 

Ostersonntag

Irgendwas stimmt mit Hasi nicht! Der hat keine Ohren und gelbe Innereien! So gibt es Schokohasen traditionell bei den Ruderern zu Ostersonntag: Hase ohne Ohren, dafür mit Eierlikör gefüllt.Ausgiebiges Frühstück mit lecker Rührei von Heike. Jeder aß sich kugelrund und nach dem Regen kam dann ..... erst mal keine Sonne. Aber trotzdem soll heute der Otto wohl auch wieder bewegt werden. Nach dem Frühstück und der allmorgendlichen persönlichen Ereledigungen wurde zur Extremberatung am großen Tisch in der Pantry geladen. Mona wünschte sich den Thomas als Begleiter in den Otto und auch der Wolfgang und der Böhli wollten sie begleiten. Es ging bei wenig Wind und ab und an Sonnenstrahlen Havelaufwärts gen Templin. Der Otto wurde erst mal bis zur Schleuse Kannenburg gerudert. Hinter der Schleuse war Mittagsgrillen angesagt. Böhli fand einen Spielkameraden mit 4 Pfoten mit dem er über die Wiese tollte. Für die Jungs stand auch ein großer Testfuhrpark bereit. (siehe Bilder- Dreiräder, Trettrecker....) Für die Küche fanden sich wie immer "kampfbereite" Mädels. Als alles wieder ordentlich im Schrank stand ging es weiter in Richtung Templin. Auch hier wurde der Otto weiterhin gerudert. Respekt meine Damen und Herren, das trotz des guten Mittags..... In Templin beim Schleusen regnete es. Die Schleuse selber ist aber toll unter die Strassenbrücke gebaut, somit bekamen wir das nicht mit. Als der Schleusenvorgag, ca. 4 Meter Hubhöhe, beendet war, war der leichte Regen auch passee. Also auf zu den letzten ca. 2 KM bis in den Templiner Stadthafen. Dirt angekommen nur schnell festgemacht, den Otto aus dem Wasser und schon gab es einen Mörderregenguß. Bloß gut das wir alle im Trockenen waren. Abends waren wir in der Gaststätte "Shanty" nur über die Strasse am Hafen. Sehr leckere Hausmannskost. Der Rest des Abends fand wieder in der Pantry unseres Schiffes statt.

 

Ostermontag

Der frühe Vogel fängt den Wurm und der Thomas holt die Brötchen. mit dem Fahrrad das er extra dafür aus Schenkenberg mitgebracht hatte. Es gab noch mal lecker Rührei mit Resttomaten. Nach dem Frühstück hiess es auf zur Heimreise. 42 Kilometer und 7 Schleusen lagen vor uns. Karsten fuhr schon mal allein mit dem Otto vor und öffnete uns die Schleuse. Der Otto sollte heute erst nach den ersten Schleusen gerudert werden, denn wir hatten etwas Zeitdruck. Schleuse Kannenburg, ein aufgeregter, freundlicher, Ruderboothassender Mitarbeiter des WSA über unser Ruderboot: "Die Dinger sind unmöglich, die nehmen nur Platz weg!" An der 11 (Schnapszahl) die im Kanal kam stellten wir fest das es Hasi heute immer noch nicht besser ging als gestern. Der Eierlikör war alle, da kam der Mangolikör in Hasi. Maritta meinte darauf nur: "ab Morgen wird alles anders". Und Karsten war der Meinung "Schokolade oder Likör, es gibt nur eins!" Der Otto blieb aber dann doch im Schlepp, das Wetter konnte sich nicht entscheiden: Nieselegen, Graupelschauer, Wind, Regen, Sonnenschein immer im Wechsel. An der Schleuse "Zickenfarm" machten wir im Oberwasser fest und es wurde noch mal gegrillt. Böhli´s wollte noch shoppen gehen, aber der Haushund hatte etwas dagegen. Er lies die beiden nicht mal an die Klingel. Es gab also doch keine "Ziegenprodukte". In der Marina Fürstenberg angekommen wurde von einem Teil der Truppe der Otto aus dem Wasser gehievt und gereinigt während der andere Teil sich um das leer räumen unseres Schiffes kümmerte. Karsten hat mit dem "Dienstahbenden" für das nächste Jahr schon wieder das Schiff gebucht. Mal sehen ob das funktioniert, denn 2018 ist Ostern 14 Tage früher. Da ist eigentlich noch keine Chartersaison. Warten wir ab was wird.

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Mona hat noch ein Gedicht geschrieben, dieses ist den Böhlings gewidmet, die sich alles teilen wollten oder mußten

Der Teiler

In Mathe gibts einen Teiler, aber unter Rudereren zu teilen ist geiler. Besonders Ines und Böhli teilten gern, alleine essen lag ihnen fern. Auch Männer untereinander findens gut wenn man etwas teilen tut. Brötchen, Schnäpse, Bier und Fleisch, was zu teilen war ist völlig gleich. Böhlings zeigten es uns vor, wer nicht teilt der ist ein Tor. Selbst den Raum kann man sich teilen, will man ganz schnell zu seiner liebsten eilen. Am Ende der Fahrt, ohwei ohwei, die große Liebe der Böhlings scheint vorbei, Schluß ist nun mit der Teilerei :D

Hier noch ein paar Bilder:

 

 


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