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Energetische Sanierung Mehrzweckgebäude

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01.10.15

Meine erste internationale Regatta – der Crewsaver Cup in Polen


Vom 18.9. bis zum 20.9.2015 fand die International Championship oft the Polish Optimist Dinghy Association in Dzwinòw statt. Zusammen mit 5 weiteren Brandenburger Seglern nahm ich an dieser großen Regatta teil.
Kategorie: Jugendarbeit
Erstellt von: Anonym

Es waren insgesamt 269 Segler aus 5 Ländern gemeldet. Für mich war es das erste Mal, dass ich im Ausland mit Seglern aus Polen, Schweden, Dänemark, Österreich, Russland und Litauen gesegelt bin.

Wir Brandenburger trafen uns schon am Donnerstag in der neuen Marina in Dziwnów, um die Boote vorzubereiten und das Segelrevier kennenzulernen. Bei schönem Wind, etwas Welle und herrlichem Sonnenschein segelten wir unter fachkundiger Anleitung von Rüdiger Trommer und Torsten Schmidt auf die Ostsee hinaus. Viele andere Trainingsgruppen waren auch schon auf dem Wasser. Am frühen Nachmittag ging es zurück in den Hafen. Die Kontrollvermessung war angesagt.  Ich sollte das erste Mal mein Boot zur Vermessung bringen. Irgendwie war ich ganz schön aufgeregt, weil ich noch nicht so genau wusste, was da passiert. Aber es war alles gut und an meinem Boot waren keine Mängel. Zum Abschluss des Tages gingen wir gemeinsam etwas Essen und dann früh ins Bett, um gut ausgeschlafen am Freitag die ersten Wettfahrten meistern zu können.

Am Freitag war wieder schöner Wind und viel Sonnenschein. Da ich noch nicht so viel auf der Ostsee gesegelt bin, musste ich mich erst an die Welle gewöhnen. Am Endes des Tages war ich nach 4 Wettfahrten ganz schön erschöpft. Alle Optis segelten in den Hafen. Doch was war da los? Wir kamen einfach nicht vorwärts und standen trotz ausreichendem Wind auf der Stelle. Einige fuhren sogar rückwärts oder kenterten in der Hafeneinfahrt. Die Strömung war so stark, dass wir einfach nicht vorwärts kamen. Ehe die Trainer dies gemerkt hatten, hatte sich ein großes Pulk gebildet. Irgendwie schaffte ich es einfach umzudrehen. Mit vollem Segel und mit der Strömung schoss ich wieder auf die Ostsee hinaus. Dort wartete Gott sei dank Jonas, unser Trainer.

Am Samstag war ablandiger Wind, kaum Welle aber wieder Sonnenschein. Leider nahm der Wind im Laufe des Tages weiter ab. So konnten wir nur eine Wettfahrt segeln und warteten am Schlauchboot auf Wind. Gegen 16.00 Uhr war dann Abbruch der Wettfahrten.

Voller Hoffnung, noch ein paar Plätze gut machen zu können, starteten ich am Sonntag zu noch einmal 2 Wettfahrten. Der Wind war kräftig und es stand eine ordentliche Welle. Ich hatte stark zu kämpfen, bin zweimal vollgelaufen und kam nur langsam über den Kurs. Ich war gerade im Ziel, als ich den Halt verlor und aus dem Boot fiel. Beim Reinklettern kenterte mein Opti und ich brauchte alle meine Kraft, um ihn aufzurichten und nochmals auszupützen. Für noch eine Wettfahrt hatte ich einfach keine Kraft mehr. So schleppte mich Jonas in Richtung Hafeneinfahrt, wo ich dann nochmals voll lief. Aber ich war nicht der Einzige. Im Hafen waren schon so einige Optis zu sehen…

Nach einem leckeren Mittagessen war ich wieder fit. Danach Boote verladen und ab zur Tombola und Siegerehrung. Leider gingen wir Brandenburger leer aus. Trotz alledem war es eine schöne Regatta für mich. Ich konnte viele gute Segler beobachten und dadurch eine Menge lernen. Danke an alle Trainer und Betreuer.

Johann Emmer